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Geheimsache Enigma : Geschichte und Kryptologie der legendären Verschlüsselungsmaschine / Wolfgang Pensold, Otmar Moritsch
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60 21 Der Schlüssel M, das Schlüssel­verfahren der Kriegsmarine Neben dem Marineschlüssel„M Allgemein“ existiert für Inhalte besonderer Geheimhaltungsstufe die höherwertige Variante„M Offizier“. Dabei handelt es sich um eine doppelte Verschlüsselung, deren erster Teil durch einen Offizier erfolgt. Dieser benutzt zur Verschlüsselung eines Funkspruchs die Walzenlage und die Ringstellungen des aktuellen Tagesschlüssels, jedoch besondere Steckerverbindungen, die nur ihm zugänglich sind. Den Spruch­schlüssel wählt er aus einer vorgedruckten Liste mit 26 Schlüsseln aus, über die nur er verfügt. Der Spruchschlüssel wird nicht mitgeschickt, sondern lediglich durch einen Namen, der für einen Buchstaben des Alphabets steht, indiziert. Jeder der 26 Spruchschlüssel auf der Liste ist einem solchen Buchstaben zugeordnet. Infolgedessen wird vor die Chiffren das Wort„Of­fizier“ samt dem betreffenden Namen – etwa„Offizier Paula“, wenn es sich um den Buchstaben P handelt – unverschlüsselt geschrieben. Danach wird der gesamte Funkspruch durch den regulären Schlüssler mit dem aktuellen Tagesschlüssel ein weiteres Mal verschlüsselt. Erst dann wird er abgesetzt.