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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Kaffee.

Dieser Artikel repräsentirt für sich allein beinahe die Hälfte des Werthes der gesammten Ausfuhr.

Die Cultur des Kaffeebaumes erstreckt sich vom Ama­zonenstrome bis zur Provinz S. Paulo, d. i. von 3° nörd­licher L. bis 23° südlicher L., und von der Küste bis zum äussersten Westen des Kaiserreiches; umfasst also einen Flächenraum von mehr als 15,000 Quadratmeilen( 653.400 Quadratmeter).

Seine Cultur hat sich bei den so geeigneten klimatischen und Boden- Verhältnissen mit Riesenschritten entwickelt; freilich wurde anfangs nicht die gehörige Sorgfalt auf die Herrichtung der Bohnen verwendet, woraus sich der Misscredit erklärt, in welchen der Kaffee an den euro­päischen Märkten gefallen war.

In den letzten 15 Jahren jedoch ist die Qualität des Kaffee's bedeutend besser geworden durch die Einführung von Maschinen und vervollkommneten Verfahrungs­weisen, so dass seit geraumer Zeit mehr als die Hälft des Brasilien- Kaffee's unter dem Namen von Java, Ceylon, Martinique, S. Domingos, und sogar als Moka- Kaffee con­sumirt wird.

Ein glänzendes Zeugniss für diese Wahrheit hat die Internationale Juri der Weltausstellung von 1867 abgelegt dadurch, dass sie dem Brasilien- Kaffee eine goldene Preismedaille zuerkannt hat, während sie die übrigen Kaffee- produzirenden Länder einer solchen Auszeichnung nicht für würdig erachtete. logied

Während die Kaffee- Produktion keine oder nur ge­ringe Fortschritte macht in Indien, Central- America, S. Domingos und in anderen Ländern, hat dieselbe in Bra­