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Ins innerste Afrika : Bericht über den Verlauf der deutschen wissenschaftlichen Zentral-Afrika-Expedition 1907 - 1908 / von Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg
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Als preise wurden „goldene" Ketten oder ähnliches verabreicht. Großen Erfolg hatte ich auch bei den schmuckliebenden lvatussi mit Schmuck- stücken aus Taits-Diamanten, die ich für besondere Ehrengeschenke aus Deutschland mitgebracht hatte. Ringe, Sterne, Brochen usw. waren schließ­lich so begehrt, daß mein Zelt von Liebhabern stets umlagert war und ich die Störenfriede endlich energisch vertreiben mußte, um meine „Kostbar­keiten" nicht ganz zu verausgaben.

Hochsprang eines NItussi.

Mr hatten auch Gelegenheit, eine Reihe von Tänzen zu beobachten, die sich in ihrer Eigenart von denen, die ich in der Massai-Steppe und bei den Küstenleuten sah, nicht unwesentlich unterscheiden. Bei den meisten dieser Tänze, von denen wir elf verschiedene Spezies fest­stellten, fehlte die Musik, eine sonst ständige Begleiterscheinung bei allen Tänzen der Negervölker. Trotzdem aber mangelte der Rhythmus nicht, vielen Tänzen lagen Bedeutungen zugrunde, die aus dem Tierreich ent­nommen waren, und je nachdem wurde einzeln oder in Gruppen getanzt. Ich erinnere mich eines Tanzes, der die Bewegungen des Kronen­kranichs versinnbildlichen sollte, und wohl die des balzenden. Die aus­gestreckten Rrme waren den Flügeln nachgeahmt, die bei dem Balzakt ab-