Einzelstück 
In Italien - Der Suezkanal - Letzte Kämpfe : mit einem Bildnisse / von Alfred Birk
Entstehung
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1. In sturmbewegter Zeit

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bezahlen, genau so viel, als alle anderen Provinzen zusammen; dazu kommt die militärische Verwaltung, die der heimischen Bevölkerung verhaßt ist. Rings um die beiden Länder, erzählt er, gärt es in bedenk­licher Weise: Haynau ist nach Ferrara gezogen, um die Römer zu züchtigen; nun soll Toscana an die Reihe kommen; die Commution, meint er, tut den Truppen gut, die im Müßiggang und im Qelde zu versumpfen drohen. Der letzte Tag des Carnevalone ist in Mailand heiter verlaufen; von Turin aus wurden die Nobili ernst­lich gemahnt, daran nicht teilzunehmen; aber sie haben dennoch die Theater besucht. Der Frühling beginnt sich zu entfalten; die Mandelbäume blühen überall und duf­tige Veilchen, die er seinem lieben Weibe sendet, hat er hinter einem Zaune am Bahnhofe zu Verona gepflückt, sie sollen ihr Vorboten seiner selbst sein, „denn bald kehrt er heim; er freut sich schon auf die acht Perlen, die den lieben Mund seines Ferdinand zieren.“ Er ist froher Laune, die Geschäfte gehen gut — meldet er von Neuem wieder und wieder in jedem Briefe. Bei Ra­detzky und bei Montecuccoli hat er vollständig reüssiert. Unterdessen erfolgte auch seine Ernennung zum Mini- sterial-Kommissär für die lombardisch - venetianischen Eisenbahnen auf Grund der kaiserlichen Genehmigung, wonach vom Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Bauten besondere „Ministerial-Kommissäre“ zur Überwachung der Sicherheit des Betriebes auf den Staats- und Privatbahnen zu bestellen sind.

Am 12. März 1849 traf Negrelli wieder in Wien ein. Acht Tage später war die Generalversammlung der lombardisch - venetianischen Eisenbahngesellschaft; sie beschloß, die Eisenbahn dem Staate gegen angemessene Entschädigung abzutreten. Die Unterhandlungen wur­den sofort eingeleitet, aber neue politische Verwicklun-