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In Italien - Der Suezkanal - Letzte Kämpfe : mit einem Bildnisse / von Alfred Birk
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I. In Italien (1848—1855)

nahm an der Tafel teil; auch die Minister waren beige­zogen, die sich ungemein zuvorkommend zeigten. Mo­dena hat schöne Paläste, meldet er seiner Lotti — aber schlechtes Pflaster; die Stadt ist ruhig und still. Er hofft, dem Lande nützen zu können und sammelt in elendem Wetter, das ihn füglich krank macht, die Un­terlagen, die im Winter verarbeitet werden sollen.

Wohl im Zusammenhänge mit diesen Plänen und wohl auch im Sinne der Politik Österreichs lag ihm das Eisenbahnwesen der Schweiz, die Belebung und Förde­rung des Verkehres zwischen Mailand und der Schweiz wie auch im Innern dieses Landes selbst sehr am Her­zen. Seine Begeisterung für das Schweizer Volk hatten die politischen Ereignisse und die politische Gestaltung der Republik allerdings vermindert; aber mit seinen alten Freunden stand und blieb er in reger Verbindung. Tief bedauerte er es, daß das Schweizer Volk die Bahn ruhiger Entwicklung verließ, tief schmerzte es ihn, über­all, in allen Heerlagern Schweizer zu finden, die gleich den Landsknechten vergangener Jahrhunderte um schnöden Sold für Jedermann und gegen Jedermann kämpften, selbst gegen die eigenen Landsleute; es seien mutige, tüchtige Streiter und umso mehr beklagte er ihre Gesinnungslosigkeit, an der die herrschende Partei in der Schweiz mitschuldig sei. „Daß die Überflutung der Bevölkerung“, schreibt er an Escher, „viele Schwei­zer treibt, im fremden Dienste ihr Fortkommen auf ehrenvolle Weise zu suchen, kann von niemand getadelt werden; was ich tadle, sind jene Schweizer, welche als Freischaren mit Verrätern und Rebellen meuchlerische Dienste in fremden Ländern unter Anführung von Aben­teurern nehmen und solcher sind voriges Jahr in der Lombardei zu Tausenden gewesen; sie waren am lom­bardischen Aufstand beteiligt, hielten in Venedig Stand,