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In Italien - Der Suezkanal - Letzte Kämpfe : mit einem Bildnisse / von Alfred Birk
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I. In Italien (1848—1855)

Die Arbeitslast Negrellis wuchs allmählich ins Un­erträgliche. Die ganze Bautätigkeit der beiden italieni­schen Länder einigte sich in seiner Hand; der Eisen­bahnbau stand an mehreren Punkten in vollster Tätig­keit; Verona—Mantua wurde am 8. April, Mestre—Tre- viso am 14. Oktober 1851 eröffnet; in der Teilstrecke Verona—Brescia begann der Bau im Jahre 1851. Mit großer Ungeduld drängte die Regierung aus begreif­lichen Gründen zum beschleunigten Baue einer Ver­bindung der lombardisch - venetianischen Eisenbahnen mit dem Innern der Monarchie; eingehende Vorarbeiten über die Richtung dieser Verbindung von Treviso aus über Sacile, Pordenona und Udine nach Triest wurden mit erhöhtem Eifer gepflogen; schon im April 1850 war Negrellis Entwurf trotz der Einsprache des Feld­marschalls Heß, der eine gerade Linie von Treviso über Palmanuova nach Triest wünschte, vom Ministerium ge­nehmigt worden. Auch der Schienenweg durch Tirol, von Verona nach Bozen, um den die Tiroler Stände wiederholt gebeten hatten, trat ins Zeichen der Ver­wirklichung und fast gleichzeitig mit den Erhebungen für die Verbindung von Innsbruck über Kufstein nach München wurden auch in Südtirol — wohl unter dem Drucke der schweizerischen Bestrebungen einer Bahn über den Lukmanierpaß — die Vorarbeiten eingeleitet und so tatkräftig fortgesetzt, daß schon im Juli 1853 die Genehmigung des unter Negrelli’s Oberleitung aus­gearbeiteten Entwurfes erfolgen konnte.

Zu dieser umfassenden Bautätigkeit, die für sich allein geeignet war, die Arbeitskraft eines Mannes voll­auf in Anspruch zu nehmen, trat noch die Durchführung des Betriebes der vollendeten Bahnstrecken und gesell­ten sich weiterhin auch noch schwierige Aufgaben von großer zwischenstaatlicher Bedeutung und von vor-